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Wer zahlt schon gerne Steuern? Mittelstand informiert sich über Steuerrecht |
Über das Interesse an der Info-Veranstaltung "Steuern und Finanzen" konnte sich BDS-Vorsitzender Manfred Setzer bei seiner Begrüßung im Gasthof Lamm freuen. Der Bund der Selbständigen Rot am See hatte seine Mitglieder und die Mitglieder vom BDS Brettheim und Wallhausen zu diesem informativen Vortrag durch den Bund der Steuerzahler eingeladen. |
In seiner Einleitung wies Manfred Setzer darauf hin, dass es oberstes Ziel der Politik und der Gesellschaft sein muss, vorhandene Arbeitsplätze zu sichern und nach Möglichkeit neue zu schaffen. Nur: wie kriegen wir das alle gemeinsam hin? E i n e Voraussetzung ist, dass der Mittelstand eine vernünftige, gerechte und nachvollziehbare Besteuerung erfährt. Schließlich sind die Selbständigen mit 66% der Arbeitnehmer und 80% der Auszubildenden eine wichtige Basis für einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Wenn man sich die derzeitige Steuerlandschaft anschaue, ist es dringend notwendig, eine Steuervereinfachung auf der ganzen Linie zu erreichen. Viel Kritik an der derzeitigen Steuer- und Ausgabenpolitik übte der Landesvorsitzende des Bundes der Steuerzahler, Diplom-Volkswirt Wilfried Krahwinkel bei seinem Vortrag. Sie ist gekennzeichnet durch eine überhöhte Abgabenlast mit deutlich gestiegenen Steuereinnahmen und einem kaum zu durchdringenden Steuerdschungel. Der Durchschnittsverdiener zahlt derzeit nach der Einkommensbelastungsquote rund 53% seines Bruttolohnes in Form direkter und indirekter Abgaben an staatliche Sozial- und Steuerkassen. Über 1,6 Billionen Euro an Schulden haben alle staatlichen Ebenen angehäuft. Auf jedem Bundesbürger - ob Baby oder Greis - lasten über 20.000 Euro an öffentlichen Schulden. 2010 explodiert die Neuverschuldung. |
Drei Ziele gilt es nach Wilfried Krahwinkel zu verfolgen: Eine Nachhaltige Entlastung der Lohn- und Einkommensteuerzahler, eine durchgreifende Steuervereinfachung und mehr Steuergerechtigkeit. Es muss verhindert werden, dass die prozentuale Belastung von Durchschnittsverdienern im Laufe der Zeit immer mehr ansteigt. Der Bund der Steuerzahler fordert einen durchgehend geradlinigen Verlauf der Grenzsteuersatzkurve (lineare Progression) sowie den Spitzensteuersatz erst ab 60.000 Euro anzuwenden. Es muss verhindert werden, dass die prozentuale Belastung von Durchschnittsverdienern im Laufe der Zeit immer mehr ansteigt. Bei der anschließenden regen Diskussion wurde von den Teilnehmern die geforderte Steuervereinfachung voll unterstützt und weitere Fragen zur Umsatzsteuer, zur Mehrwertsteuer und zur Erbschaftssteuer bei Betrieben angesprochen. |



